Grundsätzliches zum Thema Musikstadt Düsseldorf




Musikstadt?

Eine Stadt, die der Musik frönt. Eine Stadt, die die Musik lebt. Eine Stadt, die die Musik liebt. Eine Stadt, die die Musik fördert. Eine Stadt, die der Musik verfallen ist. Eine Stadt, die…….
Mit Stadt sind natürlich die Einwohner, Einheimische, Mitbewohner und alle auswärtigen Besucher gemeint, letztere vielleicht auch nur für wenige Stunden.

Diese Stadt ist Düsseldorf. Eine großartige Stadt.
Hat sie doch professionelle Musiker, hat sie doch berühmte Musiker, hat sie doch Dilettanten (entspr. 19. Jahrhundert), hat sie doch Laien, hat sie aber keine musikalisch uninteressierten Düsseldorfer.
Düsseldorf ist mit seinen beiden Generalmusikdirektoren, Axel Kober (hier, hier) für die Deutsche Oper am Rhein, und Andrey Boreyko, (hier, hier) der die Düsseldorfer Symphoniker übernimmt. Also, ein ständig in Düsseldorf weilender GMD und ein GMD-Kosmopolit, der in Düsseldorf dirigiert.

So viele Chöre, Orchester, Bands, Combos, Corps, Gruppen bezogen auf die Einwohnerzahl hat wohl kaum eine andere Stadt wie Düsseldorf.

Deshalb - Musikstadt

Der große Revolutionär der Musik, Franz Liszt, dachte vor:
Jedes Jahr ein hehrer Wettkampf der größten Künstler – Jedes Jahr ein Kulturfeld.

Musik – Malerei – Dichtkunst – Bildhauerei - Architektur

Der IKiD hat genau diese fünf Kulturfelder auf seine Fahnen geschrieben; eben einen Teil des Düsseldorfer Kulturlebens – aber dann in dieser, seiner Gesamtheit.

Richard Wagner, oft Vollender der Liszt’schen Gedanken, begann mit Gedanken eines „Deutschen Nationaltheaters in Bayreuth“. Er vermochte es nicht allen Interessierten kostenfrei, nur der Musik hörig, Zutritt zu verschaffen. Was der Wagnerverband Düsseldorf seinen Stipendiaten für den Besuch Bayreuths nunmehr im Sinne Richard Wagners erarbeitet, möchte der IKiD allen Musikinteressierten auf dieser Internetplattform bieten.
Einblick in die Düsseldorfer Kultur – aktuell, streitbar, progressiv und ohne irgendwelche - auch versteckte, pekuniäre Vorbedingungen,
Kritik- und Streitforum für jegliche Art der Verbesserung, Erweiterung und Erneuerung,
gemeinsame Weiterentwicklung der Kultur in Düsseldorf

Für den Autor der Rubrik „Musikstadt“ sprechen die drei Musen:

Μελέτη, denn: „Ohne Fleiß kein Preis!“ Übt man doch in der Robert-Schumann-Hochschule auch noch nach 0:00 Uhr. Meditieren kann man zu Hause. Das Zuhause ist ja ohnehin die Robert-Schumann-Hochschule.
Μνήμη, denn: „Mneme, hilf! Die Repertoires einiger Musiker (Interpreten, weltberühmt) sind ausbaufähig.
Ἀοιδή), denn: „Ohne Schwester Μνήμη, läuft Nichts. Man bedenke und erinnere sich: Repetitio est mater studiorum (dies für die barbaros).
Mνημοσύνη: „Schön, daß die Mutter wacht!“ Aber bitte, häufiger die Mädels zurechtweisen.

Noch mehr Grundsätzliches

Vielzahl und Vielfalt der Musiken und ihrer Künstler ist kaum noch wahrnehmbar.. Künstler und Interpreten bieten mittlerweile nur noch ein eng begrenztes Programm. Sicherlich nicht aus Gleichgültigkeit der Musik gegenüber, nein, aus Rücksichtnahme auf Konzertagenturen, die, so wie auch der Künstler, möglichst viel Geld verdienen wollen; und auch auf das Publikum, das nunmehr durch dieses der Musik abträgliche Leben, ausschließlich nur noch das hören möchte, was es schon kennt.

Konzertsäle lassen sich anscheinend nicht mit Werken von Robert Franz, Franz Lachner, Niels Gade, E.T.A. Hoffmann, Johann Nepomuk Hummel, John Field und alle die anderen - mehr als tausend weiterer Komponisten – füllen.
Wer mag hier entscheiden, welche Komponisten es wert sind aufgeführt zu werden?
Wie kann man Musiktitanen, Musikgenies und Musiktalente erkennen, außer im Vergleich?

Wie hört und empfindet man Klavierkonzerte – fast überall auf der Welt auf Steinway-Flügeln gespielt?
Der Autor spricht hier von der technischen Wiedergabe und nicht von den Klangfarben, die ohnehin in jedem Saal anders zu erreichen sind. Natürlich auch bei mitgereisten Flügeln.

Macht es doch den Künstler das Leben einfach, sich nicht auch noch auf andere Mechaniken und Klangwirkungen einstellen zu müssen? Geht uns Hörern nicht viel verloren, wenn der Künstler nicht alle Möglichkeiten, auch die, anderer Flügel nutzt?

Ist es nicht schade, uns Hörern die Differenzierungen von Klavierwerken vorzuenthalten?
Wie klang der Erard, der Pleyel, der Bösendorfer, der Krems, der Bechstein usw., usw?
Werden wir dies jemals wieder erfahren und genießen, und vergleichen, und bewundern?
Sicherlich nur, wenn unsere Musikhochschulen dieses Feld für uns Hörer wieder erschließen.

Bei den Streichern und Bläsern gibt es Auffassungen dieser Art nicht. Dorten sucht man geradezu nach Amati, Guarneri, Stradivari usw., usw., um sie im Vergleich zu hören.

Unsere Opernhäuser bringen– ja weltweit – stets das gleiche, eng begrenzte Repertoire. Warum?
Unsere Konzertsäle bieten uns Jahr für Jahr teuerste Orchester (finanziell), bekannteste Dirigenten, die stets das Programm “dabei haben“, das ja alle kennen. So ist man von Seiten der Intendanz auch sicher, dass wieder alle kommen, da ja alle alles kennen und auch alles wiedererkennen. Sic transit gloria………

Nur wer den Unterschied kennt, kann entscheiden, kann vergleichen und kann in immer höhere Sphären des musikalischen Genusses vordringen.