Haus der Geschichte - Projektunterstützung durch den IKiD


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2012
„Ein Haus der Geschichte für unser Land“


Dies ist die längst übefällige Forderung, die Eckhard Uhlenberg, Landtagspräsident Nordrhein-Westfalen, während seines Besuchs im September 2011 des Hauses der baden-württembergischen Landesgeschichte in Stuttgart erhob.


Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalens
Die Geschichte Nordrhein-Westfalens ist recht übersichtlich, es sei, man betrachtete Nordrhein und Westfalen getrennt aus historischer Sicht. Dieses sogenannte Bindestrichland existiert erst seit 1946 auf Betreiben der britischen Besatzungsmacht. Diese legte das preußische Westfalen und die preußische Rheinprovinz zusammen. Erst 1947 trat dann das Land Lippe hinzu. Das Wappen Nordrhein-Westfalens – NRWs - (offizielle NW) setzt sich zusammen aus dem sächsischen Ross, dem stilisierten Rhein aus dem preußisches Wappen der Rheinprovinz und der lippischen Rose. Man erkennt, hier tritt eine kaum beschreibbare Vergangenheit vor 1946 zutage. Aber, selbst die Historie nach 1946 ist von einer solchen Geschwindigkeit und Vielfalt, fast nicht nachvollziehbarer schneller Geburt, Strukturwandlung, schlussendlich Entwicklung neben der industriellen, noch diejenige, zu einem Urlaubsland.

Düsseldorf als Landeshauptstadt sollte sich bemühen all dies den Bürgern nahezubringen und verständlich zu machen. Bayern und auch Baden Württemberg haben diese die Gelegenheit am Schopf gepackt, genutzt, um ihre Geschichte der Bevölkerung darzustellen. Das in diesen Bundesländern, fast als selbstverständlich anzusehende „Wir-Gefühl“, hat sich infolge der künstlichen Geburt NRWs als Bindestrichland dieses „Wir-Gefühl“ längst noch nicht eingestellt, wie in den natürlich entwickelten und „gewachsenen“ Bundesländern.
Nicht erstaunlich, dass dies gerade wegen der unterschiedlichen kulturellen Entwicklungen, industrieller, künstlerischer und finanzieller Art noch nicht geschah.

Das Gemeinsame in Leben und Historie den Bürgern nahebringen, heißt nun besonders, der Jugend einen Ort zu geben und dort aufzuzeigen was NRW war und nunmehr ist. Düsseldorf als Landeshauptstadt zieht natürlich enorm viele Besucher in den Landtag. Es sind mittlerweile mehr als 70.000 interessierte Bürger, Geschäftsleute, Schüler und Studenten, die nach Düsseldorf kommen, um den Landtag und die Abgeordneten aufzusuchen.

Was anders als naheliegend ist es denn, die Villa Horion, die direkt neben dem Landtag liegt, für dieses Ziel zu nutzen?
Die Villa Horion, ehemals Sitz des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen weist natürlich auch schon ein hohes Maß geschichtlichen Geschehens auf.

Man stelle sich vor, Bewusstsein unserer Jugend wird geweckt, erweitert und vertieft. Und dies noch durch die jeweiligen Landtagsabgeordneten, die ja direkt „nebenan“ für unser Land eintreten.. Die hier, außer der Historie unseres Landes, auch ihre Arbeit die ihrer Kolleginnen und Kollegen präsentieren können. Eine hervorragende Möglichkeit in direkter Nähe zum Landtag das politische Bewusstsein aller Facetten unserer Bevölkerung nahezubringen, zu erläutern, darzulegen und so sicherlich auch das Interesse an späterer eigenen politischen Arbeiten und Mitarbeiten zu wecken.

Ein solcher Ort ist nun, wie bereits dargelegt, schon vorhanden. Es ist die Villa Horion, die in früheren Zeiten Sitz des Ministerpräsidenten war und heute für ein solches Vorhaben genutzt werden könnte. Ausschließlich Museum sollte das Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalens ganz selbstverständlich nicht werden. Vorträge, Konzerte, Präsentationen und natürlich auch die ein oder andere Ausstellung könnten dieses Haus zum geschichtlichen Mittelpunkt Nordrhein-Westfalens mit Leben erfüllen und langfristig wachsen lassen.

Landtagsabgeordnete wären in der Lage, Exponate ihres Wahlkreises hier zu präsentieren. Künstler aus ganz NRW könnten hier in entsprechendem Rahmen auftreten. Diskussionsrunden mit Politikern könnten hier in enger Bindung der NRW-Bewohner an den Landtag dienen. Und natürlich: Düsseldorf hat eine ganz hervorragenden Infrastruktur. Innerhalb von max. 2 Stunden Autofahrt können fast dreißig Millionen Menschen Düsseldorf erreichen. Per Flugzeug sind in dieser Zeit fast zweihundert Millionen. Alleine das Rhein-Ruhr-Gebiet verfügt über fast 12 Millionen Einwohner. Vom Flughafen, der ja glücklicherweise eine hervorragende Anbindung an die Stadt Düsseldorf hat, erreicht man den Hauptbahnhof innerhalb von maximal fünfzehn bis zwanzig Minuten. Vom Bahnhof zum Landtag benötigt man maximal zehn Minuten per Bahn und nicht mehr dreißig Minuten zu Fuß. Der Flughafen ist per Bahn und Bus in maximal dreißig Minuten erreichbar.

Eulen und Athen, es sei trotzdem noch einmal erwähnt: die Gastfreundschaft Düsseldorfs mit seinen vielen Hotels, der weltberühmten Gastronomie und allen anderen kulturellen Einrichtungen bieten nun in der Tat einen vorzüglichen Rahmen für ein solches Projekt.